Technologie

Was den Falt-Beam ausmacht

Vier Kernprinzipien, die Portabilität und Performance vereinen.

Ausgangspunkt

Basierend auf dem Broadband-Hexbeam nach G3TXQ

Der Foldingantennas Falt-Beam baut auf dem von Steve Hunt (G3TXQ) verfeinerten Broadband-Hexbeam auf – einer der beliebtesten Konstruktionen für leichte Mehrband-Richtantennen im Amateurfunk. Das Design verzichtet vollständig auf Traps und Spulen und erreicht durch geschickte Formgebung der Drahtelemente ein breitbandiges Verhalten auf allen fünf Bändern.

Foldingantennas hat dieses bewährte Konzept konsequent weiterentwickelt: Die Spreizer liegen nicht mehr leicht nach oben gebogen vor, sondern in einer Ebene – was dünnere, leichtere Fiberglas-Profile erlaubt und gleichzeitig die Grundlage für den Faltmechanismus schafft.

Kernprinzipien

Die vier Säulen der Konstruktion

1. Faltmechanismus mit Rastgelenken

Jeder der sechs Fiberglas-Spreizer besteht aus drei gelenkig verbundenen Segmenten, die über selbstverriegelnde Rastgelenke miteinander verbunden sind. Beim Falten knicken alle Spreizer gleichzeitig nach innen – alle Drahtelemente, Tragseile und Verbindungspunkte bleiben dabei dauerhaft montiert. Ein erneutes Zerlegen der Antenne entfällt vollständig.

2. Koaxiale Einspeisung im Tragrohr

Das zentrale Aluminium-Tragrohr dient gleichzeitig als mechanischer Träger und als koaxialer Leiter. Der Innenleiter führt durch das Rohr direkt zum Einspeisepunkt – ein elegantes Konzept, das externe Kabelführungen überflüssig macht und die Antenne robust gegenüber mechanischer Beanspruchung beim Transport macht.

3. Ebene Spreizer für geringeres Gewicht

Durch die ebene Anordnung der Spreizer (im Gegensatz zum klassischen nach-oben-gebogenen Hexbeam) entfallen die Biegespannungen vollständig. Das ermöglicht dünnere, leichtere Fiberglas-Profile ohne Abstriche bei der Steifigkeit. Ergebnis: Gesamtgewicht ca. 6 kg bei einem Drehradius von nur 3,20 m.

4. Broadband-Design ohne Traps

Jedes der fünf Bänder (20, 17, 15, 12, 10 m) nutzt ein eigenes Strahler-/Reflektor-Paar, das konzentrisch auf den Spreizern angeordnet ist. Durch die spezifische Formgebung der Drahtelemente wird auf allen Bändern typischerweise ein SWR < 2:1 erreicht – ohne Traps, ohne Spulen, ohne Abstimmung.

5. Materialwahl für Portabeleinsatz

Alle tragenden Metallteile bestehen aus Aluminium oder Edelstahl. Die Klemmteile und Gelenke sind aus hochtemperaturbeständigem PBT-Kunststoff gefertigt. Die Fiberglas-Spreizer sind UV-stabilisiert. Diese Kombination gewährleistet Langlebigkeit auch bei häufigem Auf- und Abbau und wechselhafter Witterung.

6. Elektrische Performance im Vergleich

Mit rund 5 dBi Freiraumgewinn und einem Front-/Rück-Verhältnis von mehr als 20 dB bietet der Falt-Beam eine deutlich messbare Verbesserung gegenüber Drahtantennen. Besonders im Pile-Up oder bei QRM aus einer bestimmten Richtung macht sich die Richtwirkung praktisch bemerkbar.

Messwerte

SWR-Kurven aller fünf Bänder

Gemessene SWR-Werte an einem repräsentativen Exemplar. Typische Werte < 2:1 über das gesamte Band.

SWR 20m

20 m

14,0–14,35 MHz

SWR 17m

17 m

18,068–18,168 MHz

SWR 15m

15 m

21,0–21,45 MHz

SWR 12m

12 m

24,89–24,99 MHz

SWR 10m

10 m

28,0–29,7 MHz

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